Compliance

Compliance

In Amerika fing alles an. Enron, ein Wirtschafts-Skandal mit Bilanzfälschungen, der die Welt erschütterte. Seither verpflichtet die New Yorker Börse alle dort gelisteten Unternehmen, die penible Einhaltung des Bilanzrechts nicht nur zu behaupten, sondern nachzuweisen. Dieser Ansatz hatte Vorbildcharakter. Inzwischen verlangen zahlreiche Institutionen den Beweis der Einhaltung des Rechts, nicht mehr nur bezogen auf Bilanzen, sondern auf alle Bereiche. Und es geht weiter wie ein Schneeballsystem: Unternehmen verlangen von ihren Vertragspartnern den Nachweis der Compliance, sonst wird die Geschäftsbeziehung gekappt.

„Die Risiken gerade im Auslandsgeschäft sind unübersehbar geworden. Wer kein Compliance-System hat, wird als Geschäftsführer heute persönlich in die Haftung genommen, auch wenn er selbst nichts von Bestechung oder anderen Straftaten wusste. Für eine Verurteilung reicht es aus, dass die Tat durch ein effizientes Compliance-System möglicherweise verhindert worden wäre“, erklärt Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Römermann, Vorstand der Römermann Rechtsanwälte AG in Hamburg. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Compliance und hat schon viele Unternehmen in Deutschland und im europäischen Ausland bei der Einführung von Compliance beraten.

Wenn bereits Gesetzesverstöße bekannt geworden sind, ist es meist zu spät. Der Gedanke der Compliance beruht auf der Prävention, nicht auf der rückwärtsgerichteten Verfolgung. Compliance ist heute zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Zukunftssicherung für das Unternehmen geworden. 

Compliance im Mittelstand

  • Entwicklung der Compliance in Deutschland, Pflicht zur Einführung der Compliance, Risiken mangelhafter Compliance, aktuelle Fälle
  • Allgemeine Grundsätze der Compliance: Verhaltens-Richtlinien (Code of Conduct) etc.
  • Compliance-Institutionen: Compliance-Officer, Whistleblower-Hotline, Ombudsmann etc.
  • Schaffung einer Compliance-Kultur
  • Compliance in ausgewählten Branchen und Auslandsgeschäft